Anonymous reagieren auf Verhaftung von Aktivisten in Großbritannien


Nachdem in good old England diverse Jugendliche verhaftet wurden, weil sie an Distributed Denial of Service – Angriffen auf PayPal, Mastercard, Visa und andere Unternehmen, die Wikileaks die Zusammenarbeit gekündigt hatten, teilgenommen haben, haben sich, auf netzpolitik.org bereits vermisst, mittlerweile nicht nur die Piratenpartei, sondern auch Anonymous selbst gemeldet. Hier ist ihr offener Brief an die Regierung des Vereinigten Königreiches.

tl;dr;? Sie betrachten die Verhaftungen als komplettes Unverständnis der heutigen Zeit und der neuen Protestformen sowie als Kriegserklärung an das Volk. Es folgt eine Erläuterung für Anfänger, was eine DDoS überhaupt ist, warum das nichts mit Hacking zu tun hat und warum es eine legitime Protestform darstellt.
Demzufolge sei eine Verhaftung aufgrund der Teilnahme an einer DDoS-Attacke das gleiche wie eine Verhaftung aufgrund der Teilnahme an einer friedlichen Demonstration. Den Jugendlichen drohen bis zu 10 Jahre Haft nach einem vollkommen absurden, veralteten Gesetz. (Jugendliche. Nur mal so zum auf-der-Zunge-zergehen-lassen.)
Es sei weiterhin unhaltbar, dass ebensolche Angriffe auf Wikileaks nicht verfolgt würden, andere dagegen schon.
Anonymous weisen weiterhin darauf hin, dass eine demokratische Regierung nicht ignorieren dürfe, dass tausende Menschen aller Bevölkerungsschichten es für nötig und legitim halten, eine solche Aktion durchzuführen und drohen mit der Fähigkeit und dem Willen zum „Überschreiten aller Grenzen“, wenn es nötig werde, um Bürgerrechte zu sichern.

Wir sind gespannt.


Über Martin

Martin ist Ingenieurgeologe und genereller Anhänger der Naturwissenschaften und Technologie, geboren 1988 in Hamburg. Wenn er keine Löcher gräbt oder Sandkörner sortiert, steigt er liebend gern auf Berge, fährt Ski oder rennt durch den Wald.

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